Die Gilchinger SPD lud zum Neujahrsempfang am 15.01.2015 mit einem politischen Hochkaräter: Franz Maget, der während seiner Laufbahn viele politische Ämter bekleidete, unter anderem als langjähriger Fraktionsvorsitzender der SPD im Bayerischen Landtag und als Vorsitzender der Münchner SPD. Inzwischen ist Maget Pensionär.

 

Die Veranstaltung lockte jede Menge interessierte Bürgerinnen und Bürger, Mitglieder und Freunde der SPD in Gilching und im Landkreis, und sogar Gemeinderäte der Gilchinger CSU in den Oberen Wirt.

Es entwickelte sich ein hochspannender und abwechslungsreicher Abend. Nach den Grußworten von Christian Winklmeier, Vorsitzender der Gilchinger SPD, und Christiane Falk, stellvertretende Kreisvorsitzende in Starnberg, betrat Franz Maget das Podium und sprach zu den Zuhörern über aktuelle Themen. Maget warf einen intensiven Blick auf die weltweiten Konflikte, ihre Ursachen und Folgen. Er appellierte an die Verantwortung des Einzelnen für das Gemeinwohl und den Zusammenhalt in der Gesellschaft gerade in dieser unruhigen Zeit. Er äußerte sich auch zum terroristischen Anschlag in Paris, bei dem die Presse- und Meinungsfreiheit angegriffen wurde und Juden nur aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit sterben mussten. Er nahm dies zum Anlass für mahnende Worte an Mitmenschlichkeit und einen Appell für ein Miteinander der Religionen. Kritisch äußerte er sich zur Pegida-Bewegung. Er lobte vielmehr das ehrenamtliche Engagement in Bereichen wie der Flüchtlingshilfe, das vielfach, besonders in Bayern, von den Kirchen ausgehe.

Maget sprach sich auch für ein vereintes Europa aus. Deutschland und andere europäische Staaten besäßen alleine nicht die Kraft, die Masse an gegenwärtigen Problemen zu lösen. Dabei erinnerte er an die Zeiten, als im Schulunterricht noch folgende Sätze fielen: „Jeder Stoß ein Franzos`, jeder Tritt ein Britt`, jeder Schuss ein Russ`“ oder „Serbien muss sterbien.“ Sein eigener Vater habe jene Sätze noch „gelernt“, so Maget. Es dürfe keinen Weg zurück zu einem Europa der Nationalismen geben. Er verteidigte die Idee eines vereinten Europas als ein großartiges Projekt, für das es sich einzutreten lohne.

Danach entspann sich eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum. Die Beiträge der Zuhörer thematisierten den Umgang mit der Pegida-Bewegung, eine intensivere Befassung mit dem Erbe des Nationalsozialismus in der Schule oder praktische Ansätze zum besseren Dialog der Religionen.

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte der Ortsvereinsvorsitzende Christian Winklmeier Maget noch einige kurzweilige Fragen zu politischen Vorbildern und Weggefährten.

Franz Maget erwies sich bei aller angebrachten Ernsthaftigkeit in der politischen Stellungnahme als sehr humorvoller, angenehmer und nahbarer Gast, der die Zuhörer ein ums andere Mal zum Schmunzeln brachte. Er deutete an, bald wieder ein Buch zu schreiben: „Sonst stehe ich meiner Frau daheim im Weg.“ Seine bisherigen beiden Bücher „Es geht auch anders… Politische Bilanz eines bayerischen Sozialdemokraten“ und „Kirche und SPD“ stellte er zur Ansicht aus. Franz Magets Vortrag mag so manchen Zuhörer zum Kauf seiner Bücher veranlasst haben. Es lohnt sich!

 

Die SPD Gilching blickt auf einen gelungenen Neujahrsempfang zurück, der allen Beteiligten viel Freude bereitet hat.

 

Daniel Büttrich (stv. Vorsitzender SPD Gilching)

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