Bei der öffentlichen Mitgliederversammlung der Gilchinger SPD wurden neben den aktuellen kommunalen Themen vor allem die zukünftige Arbeit des Ortsvereins und die weiteren geplanten Veranstaltungen diskutiert.

Vor etwa 20 Parteifreunden überließ die OV-Vorsitzende Renate Hodowanski zunächst den anwesenden Gemeinderäten (Dr. Michael Rappenglück, Evi Hackstein, Dieter Mohering, Fritz Wauthier) das Wort, die den terminlich verhinderten Bürgermeister Manfred Walter ersetzten und die aktuelle Lage in der Gemeinepolitik schilderten.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion Dr. Michael Rappenglück erläuterte die schwierigen Haushaltsplanungen für das kommende Jahr. So sei die wirtschaftliche Lage auch in Gilching besser als erwartet, dennoch sei das Loch in der Kasse immer deutlicher. So seien allein durch den geplanten Rathausbau und die Sanierung der Arnoldus Grundschule mindestens 21 Millionen Euro langfristig gebunden, die keinen großen Spielraum für weitere Investitionen ließen. Um die angespannte finanzielle Lage zu bessern, müsse man überlegen, ob es sinnvoll sei, eine Zweitwohnsteuer einzuführen und/oder die Gewerbesteuer zu erhöhen. Auf der Ausgabenseite müssen man auch den ein oder anderen Zuschuss an die Vereine überdenken.

Auch das Thema Aldi wurde mit den Zuhörern diskutiert. So sei es in den Augen der Gemeinderäte sinnvoll gewesen, das von Aldi gewünschte Gebiet keineswegs als weitere Gewerbefläche auszuschildern, „da man die Büchse der Pandora Richtung Gauting nicht öffnen wolle“.

Auch in Sachen Westumgehung wussten die Gemeinderäte Neues zu berichten. So sei jetzt erst kenntlich geworden, dass es neue Vorgaben seitens der obersten Behörde gebe, die besagen, dass man beim Bau berücksichtigen müsse, dass der Verkehr mit 100 Stundekilometern fahren könne, auch wenn die Gemeinde nur 60 Stundenkilometer erlauben wolle. Die Kritik am vormaligen Bürgermeister Thomas Reich (FW), der diese Vorgabe offenkundig übersehen hatte, wurde sehr deutlich ausgesprochen. Diese Vorgabeführe zu Umplanungen, die nicht nur mehr Aufwand, sondern auch höhere Kosten verursachen dürften.

Nach diesen ausführlichen Berichten stand nun das Bahnhofsareal auf der Tagesordnung, das nach einem erfolgreichen Antrag der SPD-Fraktion mit Hilfe eines Ideenwettbewerbs die Bevölkerung motivieren solle, eigene Vorstellungen einzubringen. Dr. Rappenglück stellte sich zur Verfügung, alle anfallenden Ideen zu bündeln und in einer der nächsten Sitzungen zur Diskussion freizugeben (Ideen an [email protected]). Aber schon in der folgenden Diskussion wurden Vorschläge wie die Einrichtung eines Generationenhauses oder eine Galerie genannt.

Im weiteren Verlauf wurde diskutiert, welche weiteren Themen der Ortsverein in Zukunft behandeln solle. Dabei wurden unter anderem ein Integrationsfest oder aber auch Veranstaltungen zu den Themengebieten Bildung und soziale Gerechtigkeit angeregt.

Zu guter Letzt beschloss der Ortsverein, dass ein Aktionstag zum Thema „Radeln in Gilching“ unterstützt werden solle.

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